Heuschnupfen mobil: In Hamburg niesen, wenn’s in Frankfurt blüht.

In Hamburg niesen, wenn’s in Frankfurt blüht.

Genaue Vorhersagen von Pollen-Flugzeiten sind schwierig: Aktuell haben Forscher einer spanischen Universität die Verbreitungswege von Pollen untersucht und festgestellt, dass bei geeigneter Windrichtung Pollen durchaus mehrere hundert Kilometer zurücklegen können.

Dadurch setzen typische Allergie-Beschwerden unter Umständen schon ein, bevor die auslösenden Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung blühen – so können beispielsweise in Hamburg bereits Allergien auftreten, wenn im meist wärmeren Süden die Blüte beginnt und der Wind von dort weht. Das Ganze funktioniert natürlich auch in der Gegenrichtung, so dass man sich im Süden zu Unrecht über den Berg glaubt, wenn der Nordwind bläst.

Erkältung oder Allergie?

In Deutschland sind immerhin ca. 16 % der Bevölkerung von Pollenallergie betroffen, bei Kindern und Jugendlich sind es sogar 30 %. Die Abgrenzung zur normalen Erkältung fällt nicht immer leicht, eine recht einfache Methode stellt die Frage nach der Art des Schnupfens dar – kommt er langsam, deutet das auf Erkältung hin, bei plötzlichem Auftreten handelt es sich meist um eine allergische Reaktion, und das heißt im Frühling meistens Polle – sei sie nun in Frankfurt, Hamburg oder sonstwo vom Baum geweht.

Dem Allergiker selbst kann es egal sein, woher die Polle kommt, er muss niesen, husten und am besten zu Hause bleiben – denn die Vermeidung von Allergieauslösern stellt für viele Betroffene immer noch die effektivste Methode dar, dem Heuschnupfen zu entkommen. Und in der Tat gibt es nicht immer wirksame Hilfe – „erfahrene“ Heuschnupfenpatienten haben oft schon viele Arztbesuche hinter sich, die wenig oder nur kurzfristig Linderung brachten. Zumindest die Symptome aber lassen sich in den allermeisten Fällen wirksam bekämpfen, und hier bieten Arzt und Apotheke Rat und Hilfe.

Folgeerkrankungen vorbeugen

Viele Allergiker allerdings nehmen keine professionelle Hilfe in Anspruch, weil sie ihre Erkrankung gar nicht als solche erkennen. Auch und gerade sie sollten aber Rat suchen, um nicht unnötig zu leiden – zumal ein unbehandelter Heuschnupfen sich bei rund einem Drittel der Betroffenen zum Asthma Bronchiale auswachsen kann. Wer also, gerade im Frühjahr und im frühen Sommer, über eine häufig verstopfte Nase klagt oder regelmäßig Nasenspray benutzt, sollte sich die Zeit nehmen, einen Allergologen aufzusuchen. Rechtzeitiges Erkennen der Krankheit, die immer noch häufig und verniedlichend als Heuschnupfen gehandelt wird, kann effektiv Linderung bringen und eine häufig eintretende Verschlimmerung vermeiden helfen.

Wenn Sie wissen möchten, wann was fliegt, schauen Sie in unseren Pollenkalender.

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